Anja Kampmann

Aktuell

     Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim 2019/20

Anja Kampmann wird neue Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim. Als 46. Amtsinhaberin tritt sie am 30. August die Nachfolge von Clemens Meyer an. Der Literaturpreis ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung gilt als angesehenster Stadtschreiberpreis im deutschsprachigen Raum. Namhafte Amtsinhaber waren nach Wolfgang Koeppen unter anderem Nicolas Born, Wolfgang Hilbig,  Herta Müller, Arnold Stadler, Katharina Hacker, Friedrich Christian Delius, Thomas Lehr und Marcel Beyer.

Der Literaturpreis wird am Freitag, 30. August, um 19 Uhr im Festzelt auf dem Berger Marktplatz verliehen. Clemens Meyer hält eine Abschiedsrede und übergibt symbolisch den Schlüssel für das Stadtschreiberhaus an seine Nachfolgerin, die sich mit einer Antrittsrede dem Publikum vorstellt. Als Festredner für die Preisverleihung konnte Hanns Zischler gewonnen werden.

     

 

   Gastkuratorin beim Lyrikertreffen Münster 2019

Die Idee für die Kombination aus zeitgenössischer Musik und Gedicht liefert in Münster erstmals eine Gastkuratorin: Anja Kampmann. „Ich wurde gefragt, ob ich das Format Tektonik, das seit einigen Jahren Komponisten zeitgenössischer Musik und Lyrik in Leipzig zusammenführt, nach Münster bringen kann.“ Bei  Tektonik trafen Nikola Madzirov, Nancy Hünger und José Oliver auf Ermis Theodorakis am Flügel. „Rauhe Linien“ war ein Soloabend mit neuen Gedichten und der Kontrabassistin Sophia Scheifler.

   

 

     Beitrag zu Theodor Fontane in: Das Bilder-Wörter-Stimmen-Lesebuch

Die Leitausstellung zum Fontane-Jahr 2019 zeigt einen der wichtigsten deutschsprachigen Autoren des 19. Jahrhunderts als Wort-Sampler, Schreib-denker und Textprogrammierer. Sie stellt die Besucher mitten hinein in Fontanes Schreib- und-Textwelten: Woher hatte er seine Ideen? Wie erfand er seine Figuren? Warum tauchen in seinen Romanen manche Dinge immer wieder auf, warum werden andere verschwiegen?

usedom

30.06.2019

15:00

Usedom
Lesung aus: Wie hoch die Wasser steigen
Usedomer Kunstverein e.V.

leselenz hausach

11.07.2019

14:00

Hausacher LeseLenz
„Literatur und die Natur (des Menschen)“
Lyriksymposium mit Sabine Scho und Sebastian Unger
Moderation: Nico Bleutge und José Oliver

leselenz lesung lyrik

11.07.2019

19:00

Hausacher LeseLenz
Lyriklesung mit Nico Bleutge, Sabine Scho und Sebastian Unger

Struga

21.08.2019

28.08.2019

STRUGA POETRY EVENINGS

Struga, Mazedonien

30.08.2019

Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim
Antrittsrede aus dem Stadtschreiberfest von Bergen Enkheim

Frauenfelder Lyriktage (CH)

13.09.2019

15.09.2019

darmstadt

08.10.2019

19:00

Literaturhaus Darmstadt
Lesung aus Wie hoch die Wasser steigen
Moderation: Ulrich Sonnenschein (HR2)

11.10.2019

15.10.2019

Literaturfest Ruse, Bulgarien
auf Einladung der Internationalen Elias Canetti Gesellschaft
Details folgen

attendorn

15.11.2019

Attendorn
Lesung aus Wie hoch die Wasser steigen
Details folgen

todtnauberg

29.11.2019

01.12.2019

Vergangene Veranstaltungen anzeigen

Cover Anja Kampmann, Wie hoch die Wasser steigen, Carl Hanser Verlag 2018

Wie hoch die Wasser steigen

Das Öl würde, wenn überhaupt, sehr weit unten liegen, hatte man ihnen zu Beginn gesagt. Aber solange nicht wenigstens in einem dieser Dreckslöcher etwas gefunden wurde, blieb die Stimmung angespannt, die Abläufe schienen schwerfälliger, es war nicht wie in Mexiko, in der Bucht von Campeche, wo sie nur weitere Halme in die prall gefüllte Blase mit dem Öl stechen mussten, Cantarell, um sich daran zu besaufen, wie Wespen an den letzten vergorenen Früchten des Herbstes.

 

ANJA KAMPMANN ERHÄLT DEN MARA CASSENS PREIS 2018

LESSING FÖRDERPREIS DES FREISTAATES SACHSEN 2018

KULTURFÖRDERPREIS LITERATUR LÜNEBURG 2018

 

Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2018
Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018
Nominiert für den den Aspekte-Literaturpreis 2018
swr-bestenliste 3/2018

Zum Buch im Carl Hanser Verlag

 

„Anja Kampmann wagt eine Reise an die Wurzel unserer Gegenwart – atmosphärisch, intensiv, sinnlich.“
Lutz Seiler

Ein grandioser Debütroman.“
Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung

„‚Wie hoch die Wasser steigen’ sticht aus der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur nicht nur dieses Frühjahrs heraus. Hier ist eine Autorin zu entdecken, deren umfassende Weltaneignung durch Sprache sich am ehesten mit dem Schreibfuror Peter Handkes vergleichen lässt.“
Tobias Lehmkuhl, Die Zeit, 22.02.18

„Der Roman ist poetisch und realitätssatt zugleich, er übersetzt die Entfremdung moderner Arbeitsverhältnisse in Bilder, die man noch nie gesehen hat, weder wörtlich-visuell noch literarisch- und die man nicht mehr vergisst. Anja Kampmann erzählt von der Ablösung des Menschen von seiner Umgebung, von seinen Nächsten,von seiner Vergangenheit. Sie erzählt einen Identitätsverlust- aber nicht als psychopathologischen Einzelfall, sondern als Ergebnis geradezu tektonischer Verschiebungen in unserer Arbeitswelt.“
Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 12.05.2018

„Ist uns je erzählt worden, was für ein Leben die Arbeiter führen, die heute auf den Bohrinseln im Meeresboden nach Erdöl und Erdgas bohren? In ihrem Debütroman ist der Lyrikerin etwas Faszinierendes gelungen: Sie hat in der Gestalt der Bohrarbeiter ein verstörendes Inbild für die existenzielle Bodenlosigkeit und Entfremdung der globalisierten Arbeitswelt von heute gefunden.“
Sigrid Löffler, Salzburger Nachrichten, 24.02.18

„Es ist ein tief beeindruckendes Buch, in dem es tost und braust, aus Farben wie mit Glutamat versetzt und voller unerlöster Gefühle. Und dabei ist es ein großes Buch der Stille. «Wie hoch die Wasser steigen» ist ein mit enormer erzählerischer Umsicht geschriebener und herzergreifend unsentimentaler Roman über die Weite, die zwischen dem Ich und der Welt liegt. Er handelt davon, wie wir ausziehen und niemals mehr nach Hause finden.“
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 31.01.18

„Der sehr genau benennende, höchst sensible Ton, schlägt in den Bann. Anja Kampmanns Prosadebüt hat vom ersten Satz an etwas Präzises und Schwebendes, etwas Packendes und Poetisches. Und die Autorin hält diese Spannung über 350 Seiten hinweg durch.“
Ulrich Rüdenauer, SWR2, 25.02.18

 

 Mehr Rezensionen 

Cover Proben von Stein und Licht

Proben von Stein und Licht

Ich habe nie so viel Schnee gesehen
nicht so viele Landstriche so dick überfroren
kalt und eisstill wie das Land
das sich abkehrt von uns

ZUM BUCH in der Edition Lyrik Kabinett im Carl Hanser Verlag

„Es sind Gedichte, die man riechen und schmecken kann und die man sich ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen sollte. Fulminante Lyrik von der sehr begabten und klugen Autorin Anja Kampmann. Ein Name, den man ganz oben auf dem Zettel haben sollte.“
Matthias Ehlers, WDR 5 Bücher, 15.06.16

„Selten kommen lyrische Debüts so fertig und lakonisch daher wie dieses, mit dem sicheren Gespür dafür, dass das Schöne oft nur ein Konkurrenzprodukt zur Wahrheit ist.“
Paul Jandl, Literarische Welt, 13.08.16

„Kampmann geht es um das Aufrufen und Festhalten von mehr und weniger zerstörten Gegenden, von Stimmungen, Erinnerungen, um eine Art Gedächtnis-Arbeit also, bei der „stufenweise Geschichte aufgeblättert“ wird. Aufblättern lohnt auch bei diesem Band.“
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung, 07.04.16

“ ‚Proben von Licht und Stein‘ ist ein herausragendes Lyrikdebüt, das zeigt, wieviel Gefühl und Geschichte in nur wenigen Versen transportiert werden können. Nach jedem einzelnen Gedicht hatte ich das Gefühl, die Welt um mich herum für ganz kurze Zeit mit anderen Augen zu sehen. Anja Kampmanns Lyrik ist für das laute Lesen gemacht, erst dann können sich ihre Verse so richtig entfalten.“‚
Juliane Noßack, litaffin.de, 22.05.17

„Diese Natur- oder besser Landschaftslyrik, die nicht nur in die Weite, sondern auch in die Tiefe schweift, hat etwas ganz fein Seismographisches an sich. Keine große Pose, keine wuchtigen Metaphern, vielmehr wirken diese Verse wie auf Zehnspitzen oder morgens um fünf auf dem Hochsitz geschrieben.“
Andreas Wirthensohn, Wiener Zeitung, 12.04.2016

„Orte und Dinge, die ausstrahlen und sich uns als Erinnerung einschreiben – davon gibt Anja Kampmann in ihrem neuen, luziden Gedichtband ‚Proben von Stein und Licht‘ mit so fotografischer wie liebevoller Präsenz kund.“
Björn Hayer, BÜCHER magazin, 4/16

„One expects, and hopes, that Kampmann’s first published book of poetry marks a passageway that connects her previous success with more work to come. Kampmann’s fresh voice to a familiar past reinforces the need to continue examining our history, even if it does remain uncomfortable.“
Andrea Dawn Bryant, worldliteraturetoday.org, 09.11.16

Fischdiebe

„Sie waren aus der Nacht gekommen wie die anderen. Und Nacht, das meinte die Kälte der Wege. An einem Morgen schnitten sie Thymian aus den Wiesen und gossen ihn auf, das Wasser schmeckte sumpfig seit Tagen.“

Leipziger Bibliophilen-Abend, Leipzig 2017

Die Auflage besteht aus 99 arabisch nummerierten Exemplaren, davon erscheinen die Nummern 1–30 als Vorzugsausgabe in einem Schuber, denen eine zusätzliche Radierung von Frank Berendt beiliegt. Sämtliche Bücher sind von Anja Kampmann und Frank Berendt signiert.

Kunstband limitierte Sammleredition „Paradiesische Dialoge“, Band 2, Herausgeber Michael Hametner,
Auflage 99 Stück, 33×33 cm, 56 S.
Frank Berendt, 5 Originalradierungen
Kraft plus Wiechmann, Konzeption, Gestaltung, Ausstattung

Bezug: Leipziger Bibliophilen Abend

Videoportrait Anja Kampmann

Presse

Aus der Jurybegründung für den Mara-Cassens-Preis:

„Anja Kampmann hat mit Wie hoch die Wasser steigen einen außergewöhnlichen Roman vorgelegt. Was dieses Buch so herausragen lässt, ist seine kraftvolle Sprache, die die Leserinnen und Leser fest in ihren Bann nimmt. Anja Kampmann gelingt es, mit präzisen Formulierungen und prägnanten Bildern, mit Rückblenden und zugleich mit Auslassungen und Andeutungen die Welt der Arbeiter und das Herumreisen des einsamen Waclaw sehr genau zu entwerfen. Sie skizziert äußerst überzeugend eine Lebensrealität an uns bisher unbekannten Schauplätzen. Auf Basis gründlicher Recherchen schafft sie es, die Härte des Lebens auf der Bohrinsel genauso klar zu beschreiben wie die schwelende Verlorenheit des Protagonisten. Ihre originäre Sprache lässt die besondere verdichtete Atmosphäre der Geschichte entstehen. Ein beeindruckendes erzählerisches Debüt.“

Zur Laudatio 

HR2-Portrait zur Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim

Unter Büchern:  3sat/MDR Videoportrait:  3sat/ MDR Video

LYRIKLINE: Gedichte zum Anhören und in Übersetzung: www.lyrikline.org

Zehnseiten: Auszug aus dem 12. Kapitel von Wie hoch die Wasser steigen

3SAT Stand auf der Leipziger Buchmesse: 3sat

SWR Buch der Woche zum Nachhören SWR

Deutschlandfunk Büchermarkt zum Nachhören Büchermarkt

 

Weitere Rezensionen sind jeweils unter dem Buch zu finden.

 

Pressebilder:

Fotografie: © Juliane Henrich     www.litpic.net

Vita

 Anja Kampmann wurde 1983 in Hamburg geboren. Sie studierte in Hamburg und Leipzig. 2010 war sie Stipendiatin des „International Writing Program“ der Universität Iowa. Danach Arbeiten für den Rundfunk, an einer Dissertation zu Stille und Musikalität im Spätwerk Samuel Becketts. 2013 MDR Literaturpreis, 2015 Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis beim Leonce und Lena Wettbewerb Darmstadt. Ihr Lyrikdebut ‚Proben von Stein und Licht‘ ist 2016 im Carl Hanser Verlag erschienen, ihr erster Roman „Wie hoch die Wasser steigen“ wurde 2018 u.a. für den Preis der Leipziger Buchmesse, den aspekte Literatupreis und den Deutschen Buchpreis nominiert. Der Roman erhielt den Mara Cassens Preis für den besten Debütroman und den Lessing Förderpreis des Freistaates Sachsen. Anja Kampmann schreibt Lyrik und Prosa. Im Jahr 2019/20 ist sie Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim. Die Beglaubigung eines literarischen Textes durch die Biographie des Autors interessiert sie nicht.

 

 

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In English

Anja Kampmann  is a german poet and author of fiction. She was awarded the MDR- Literaturpreis as well as the Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis. Her work has appeared in Akzente, Neue Rundschau, words without borders, et al. Her first collection of poetry „Samples of Stone and Light” was published by Carl Hanser Verlag, 2016. „High as the waters rise“, her first novel, was nominated for the Leipzig Book Faire Prize, the German Book Prize and the aspekte- Literature Prize for the best debut novel written in german. The novel won the Mara-Cassens-Prize 2018 for the best german debut novel, the Lessing-Promotion Prize 2018 and the Literature Prize of the city of Lüneburg.

Previous Works:
Proben von Stein und Licht (2016), Risikoanalyse: Die besten Geschichten aus dem MDR-Literaturwettbewerb 2013(2013)

Anja Kampmann’s debut novel is an exquisitely lyrical tale of an oil platform worker whose best friend goes missing, plunging him into isolation and forcing him to confront his past.

One stormy night aboard a drilling platform in the Atlantic, Waclaw returns to his cabin to find that his bunkmate and friend, Mátyás, has gone missing. A brief search of the rig confirms his fears that Mátyás has tumbled into the sea. Waclaw is given shore leave and begins to travel, at first rather aimlessly, meandering around the Moroccan town where he and Mátyás used to spend their time away from the rig. There he discovers what appears to be the body of his friend on the beach. Grief-stricken, he makes his way to Hungary, where he stays with Mátyás’s sister, Patrícia, and immerses himself in memories of his time with Mátyás. As he ruminates on the past, Waclaw finds himself returning increasingly to his own origins, and the circumstances that led him to take the job on the oil rig.

Deep Waters Rising is a highly poetic exploration of male friendship and grief. It is a captivating read, delving into a lifestyle that will be unfamiliar to most readers, but which is becoming increasingly topical as oil becomes harder to find and extract.

„Anja Kampmann’s novel does not limit itself to one topic that could be easily named, because it does not limit itself to psychology, does HOW HIGH THE WATER RISES stand out, and not only so this spring. Here can an author be discovered whose profound appropriation of the world by means of language would be best compared to Peter Handke’s writing furore. (…) Her prose’s linear progression is counteracted by her restriction of tempo and by means of images and the inserting of memories that resemble film stills. And, thus, a space is opened to see and to hear, to feel and to smell. A space in which time itself becomes tangible…”           Tobias Lehmkuhl, DIE ZEIT

Translation assistance: newbooks in german

Translation rights sold: France (Gallimard), Italy (Keller), United States (Catapult)

rights informations:
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Tel: +49 163 7292 168
friederike.barakat@hanser.de

 

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