Anja Kampmann

erfurt

22.11.2018

19:30 Uhr

Herbstlese Erfurt
Debütantensalon, Moderation: Marion Brasch
Franz Mehlhose, Erfur
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hamm

24.11.2018

19:30 Uhr

Literarischer Herbst Hamm
Zentralbibliothek Hamm, Platz der Deutschen Einheit 1
Moderation: Luise Harms
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ermis

26.11.2018

20:00 Uhr

Forma-Leipzig – Literatur&Neue Musik
Lesung aus :Wie hoch die Wasser steigen
Ermis Theodorakis: Iannis Xenakis:Evrali (1973) für Klavier
Dániel Péter Biró: Gvul (Grenze)(2017/2018) für Klavier
Ariowitsch-Haus Leipzig, Hinrichsenstraße 14, Leipzig

03.12.2018

20:00 Uhr

Nachtzug nach Mariupol
mit Alexander Milstein, Hans Pleschinski, Noemi Schneider
Lyrik Kabinett München
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preisverleihung

19.01.2019

Kamenz: Verleihung des Lessing-Förderpreises
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kamenz

20.01.2019

11:00 Uhr

Matineelesung mit Marcel Beyer
anlässlich der Verleihung des Lessing Förderpreises
Moderation: Michael Hametner
Details folgen

24.03.2019
bis

26.03.2019

gunst des augenblicks

29.04.2019
bis

30.04.2019

Die Gunst des Augenblicks
Lesungen in Jena&Erfurt
Details folgen

03.05.2019
bis

05.05.2019

Lyrik Leseseminar Starnberger See

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Cover Anja Kampmann, Wie hoch die Wasser steigen, Carl Hanser Verlag 2018

Wie hoch die Wasser steigen

Das Öl würde, wenn überhaupt, sehr weit unten liegen, hatte man ihnen zu Beginn gesagt. Aber solange nicht wenigstens in einem dieser Dreckslöcher etwas gefunden wurde, blieb die Stimmung angespannt, die Abläufe schienen schwerfälliger, es war nicht wie in Mexiko, in der Bucht von Campeche, wo sie nur weitere Halme in die prall gefüllte Blase mit dem Öl stechen mussten, Cantarell, um sich daran zu besaufen, wie Wespen an den letzten vergorenen Früchten des Herbstes.

Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2018
Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018
Nominiert für den den Aspekte-Literaturpreis 2018 

Zum Buch im Carl Hanser Verlag

 

„Anja Kampmann wagt eine Reise an die Wurzel unserer Gegenwart – atmosphärisch, intensiv, sinnlich.“
Lutz Seiler

Ein grandioser Debütroman.“
Helmut Böttiger, Süddeutsche Zeitung

„‚Wie hoch die Wasser steigen’ sticht aus der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur nicht nur dieses Frühjahrs heraus. Hier ist eine Autorin zu entdecken, deren umfassende Weltaneignung durch Sprache sich am ehesten mit dem Schreibfuror Peter Handkes vergleichen lässt.“
Tobias Lehmkuhl, Die Zeit, 22.02.18

„Der Roman ist poetisch und realitätssatt zugleich, er übersetzt die Entfremdung moderner Arbeitsverhältnisse in Bilder, die man noch nie gesehen hat, weder wörtlich-visuell noch literarisch- und die man nicht mehr vergisst. Anja Kampmann erzählt von der Ablösung des Menschen von seiner Umgebung, von seinen Nächsten,von seiner Vergangenheit. Sie erzählt einen Identitätsverlust- aber nicht als psychopathologischen Einzelfall, sondern als Ergebnis geradezu tektonischer Verschiebungen in unserer Arbeitswelt.“
Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 12.05.2018

„Ist uns je erzählt worden, was für ein Leben die Arbeiter führen, die heute auf den Bohrinseln im Meeresboden nach Erdöl und Erdgas bohren? In ihrem Debütroman ist der Lyrikerin etwas Faszinierendes gelungen: Sie hat in der Gestalt der Bohrarbeiter ein verstörendes Inbild für die existenzielle Bodenlosigkeit und Entfremdung der globalisierten Arbeitswelt von heute gefunden.“
Sigrid Löffler, Salzburger Nachrichten, 24.02.18

„Es ist ein tief beeindruckendes Buch, in dem es tost und braust, aus Farben wie mit Glutamat versetzt und voller unerlöster Gefühle. Und dabei ist es ein großes Buch der Stille. «Wie hoch die Wasser steigen» ist ein mit enormer erzählerischer Umsicht geschriebener und herzergreifend unsentimentaler Roman über die Weite, die zwischen dem Ich und der Welt liegt. Er handelt davon, wie wir ausziehen und niemals mehr nach Hause finden.“
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 31.01.18

„Der sehr genau benennende, höchst sensible Ton, schlägt in den Bann. Anja Kampmanns Prosadebüt hat vom ersten Satz an etwas Präzises und Schwebendes, etwas Packendes und Poetisches. Und die Autorin hält diese Spannung über 350 Seiten hinweg durch.“
Ulrich Rüdenauer, SWR2, 25.02.18

 

 Mehr Rezensionen 

Cover Proben von Stein und Licht

Proben von Stein und Licht

Ich habe nie so viel Schnee gesehen
nicht so viele Landstriche so dick überfroren
kalt und eisstill wie das Land
das sich abkehrt von uns

ZUM BUCH in der Edition Lyrik Kabinett im Carl Hanser Verlag

„Es sind Gedichte, die man riechen und schmecken kann und die man sich ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen sollte. Fulminante Lyrik von der sehr begabten und klugen Autorin Anja Kampmann. Ein Name, den man ganz oben auf dem Zettel haben sollte.“
Matthias Ehlers, WDR 5 Bücher, 15.06.16

„Selten kommen lyrische Debüts so fertig und lakonisch daher wie dieses, mit dem sicheren Gespür dafür, dass das Schöne oft nur ein Konkurrenzprodukt zur Wahrheit ist.“
Paul Jandl, Literarische Welt, 13.08.16

„Kampmann geht es um das Aufrufen und Festhalten von mehr und weniger zerstörten Gegenden, von Stimmungen, Erinnerungen, um eine Art Gedächtnis-Arbeit also, bei der „stufenweise Geschichte aufgeblättert“ wird. Aufblättern lohnt auch bei diesem Band.“
Antje Weber, Süddeutsche Zeitung, 07.04.16

“ ‚Proben von Licht und Stein‘ ist ein herausragendes Lyrikdebüt, das zeigt, wieviel Gefühl und Geschichte in nur wenigen Versen transportiert werden können. Nach jedem einzelnen Gedicht hatte ich das Gefühl, die Welt um mich herum für ganz kurze Zeit mit anderen Augen zu sehen. Anja Kampmanns Lyrik ist für das laute Lesen gemacht, erst dann können sich ihre Verse so richtig entfalten.“‚
Juliane Noßack, litaffin.de, 22.05.17

„Diese Natur- oder besser Landschaftslyrik, die nicht nur in die Weite, sondern auch in die Tiefe schweift, hat etwas ganz fein Seismographisches an sich. Keine große Pose, keine wuchtigen Metaphern, vielmehr wirken diese Verse wie auf Zehnspitzen oder morgens um fünf auf dem Hochsitz geschrieben.“
Andreas Wirthensohn, Wiener Zeitung, 12.04.2016

„Orte und Dinge, die ausstrahlen und sich uns als Erinnerung einschreiben – davon gibt Anja Kampmann in ihrem neuen, luziden Gedichtband ‚Proben von Stein und Licht‘ mit so fotografischer wie liebevoller Präsenz kund.“
Björn Hayer, BÜCHER magazin, 4/16

„One expects, and hopes, that Kampmann’s first published book of poetry marks a passageway that connects her previous success with more work to come. Kampmann’s fresh voice to a familiar past reinforces the need to continue examining our history, even if it does remain uncomfortable.“
Andrea Dawn Bryant, worldliteraturetoday.org, 09.11.16

Fischdiebe

„Sie waren aus der Nacht gekommen wie die anderen. Und Nacht, das meinte die Kälte der Wege. An einem Morgen schnitten sie Thymian aus den Wiesen und gossen ihn auf, das Wasser schmeckte sumpfig seit Tagen.“

Leipziger Bibliophilen-Abend, Leipzig 2017

Die Auflage besteht aus 99 arabisch nummerierten Exemplaren, davon erscheinen die Nummern 1–30 als Vorzugsausgabe in einem Schuber, denen eine zusätzliche Radierung von Frank Berendt beiliegt. Sämtliche Bücher sind von Anja Kampmann und Frank Berendt signiert.

Kunstband limitierte Sammleredition „Paradiesische Dialoge“, Band 2, Herausgeber Michael Hametner,
Auflage 99 Stück, 33×33 cm, 56 S.
Frank Berendt, 5 Originalradierungen
Kraft plus Wiechmann, Konzeption, Gestaltung, Ausstattung

Bezug: Leipziger Bibliophilen Abend

Vita

 Anja Kampmann wurde 1983 in Hamburg geboren. Sie studierte in Hamburg und Leipzig. 2010 war sie Stipendiatin des „International Writing Program“ der Universität Iowa. Danach Arbeiten für den Rundfunk, an einer Dissertation zu Stille und Musikalität im Spätwerk Samuel Becketts. 2013 MDR Literaturpreis, 2015 Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis beim Leonce und Lena Wettbewerb Darmstadt. Ihr Lyrikdebut ‚Proben von Stein und Licht‘ ist 2016 im Carl Hanser Verlag erschienen, ihr erster Roman „Wie hoch die Wasser steigen“ wurde 2018 für den Preis der Leipziger Buchmesse und den Deutschen Buchpreis nominiert. Anja Kampmann schreibt Lyrik und Prosa. Die Beglaubigung eines literarischen Textes durch die Biographie des Autors interessiert sie nicht.

 

 

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In English

Anja Kampmann  is a german poet and author of fiction. She was awarded the MDR- Literaturpreis as well as the Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis. Her work has appeared in Akzente, Neue Rundschau, words without borders, et al. Her first collection of poetry „Samples of Stone and Light” was published by Carl Hanser Verlag, 2016. „High as the waters rise“, her first novel, was nominated for the Leipzig Book Faire Prize, the German Book Prize and the aspekte- Literature Prize for the best debut novel written in german.

Previous Works:
Proben von Stein und Licht (2016), Risikoanalyse: Die besten Geschichten aus dem MDR-Literaturwettbewerb 2013(2013)

Anja Kampmann’s debut novel is an exquisitely lyrical tale of an oil platform worker whose best friend goes missing, plunging him into isolation and forcing him to confront his past.

One stormy night aboard a drilling platform in the Atlantic, Waclaw returns to his cabin to find that his bunkmate and friend, Mátyás, has gone missing. A brief search of the rig confirms his fears that Mátyás has tumbled into the sea. Waclaw is given shore leave and begins to travel, at first rather aimlessly, meandering around the Moroccan town where he and Mátyás used to spend their time away from the rig. There he discovers what appears to be the body of his friend on the beach. Grief-stricken, he makes his way to Hungary, where he stays with Mátyás’s sister, Patrícia, and immerses himself in memories of his time with Mátyás. As he ruminates on the past, Waclaw finds himself returning increasingly to his own origins, and the circumstances that led him to take the job on the oil rig.

Deep Waters Rising is a highly poetic exploration of male friendship and grief. It is a captivating read, delving into a lifestyle that will be unfamiliar to most readers, but which is becoming increasingly topical as oil becomes harder to find and extract.

Translation assistance: newbooks in german

Translation rights sold: France (Gallimard), Italy (Keller)

rights informations:
Carl Hanser Verlag
Contact: Friederike Barakat
Tel: +49 163 7292 168
friederike.barakat@hanser.de

 

Translation Sample